Schulsozialarbeit in Mittelsachsen vor massiven Kürzungen – Homann verlangt verlässliche Finanzierung

Veröffentlicht am 18.05.2014 in Jugendpolitik

Henning Homann

Der Landtagsabgeordnete und SPD-Kreisvorsitzende Henning Homann sieht durch unzureichende Finanzierung die Schulsozialarbeit in Mittelsachsen in Gefahr. „Wir sind uns mit Lehrern sowie Eltern- und Schülervertretungen einig, dass die Schulsozialarbeit ausgebaut werden muss.  Aber genau das Gegenteil ist gerade der Fall“, so Homann. Konkret geht es um zweidrittel also 17,5 der 26  Schulsozialarbeiterstellen in Mittelsachsen, die aus dem EU-geförderten Programm "Kompetenzentwicklung für Schülerinnen und Schüler" in Mittelsachsen finanziert wurden, das am 31. Juli planmäßig ausläuft.

Eine weitere Finanzierung mit EU-Geld ist erst zum 1. Januar 2015 möglich. „Die von Sozialministerin Claus mehrfach zugesicherte Zwischenfinanzierung wird jedoch frühestens zum 1. September möglich, und sie wird nicht für alle bestehenden Projekte ausreichen“, so Homann nach Gesprächen mit betroffenen Projektträgern. „Und die vom Ministerium verlangte Konzentration auf Oberschulen bedeutet das Aus für ESF-geförderte Schulsozialarbeit an Gymnasien.“

Die Schlechte Planung des Sozialministeriums könnte fatale Folgen haben. Ende April hatten sich die betroffenen Schulsozialarbeiter bei den Arbeitsagenturen gemeldet. Denn die Regeln der Arbeitsagentur verlangen, dass sich die Mitarbeiter drei Monate vor Ende ihrer Anstellung arbeitssuchend melden müssen. „Damit werden ihnen automatisch Stellen im Bereich der sozialen Arbeit angeboten. Gute Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen sind auf dem Arbeitsmarkt begehrt. Die Politik der schwarzgelben Landesregierung riskiert die Abwanderung weiterer dringend benötigter Fachkräfte von unseren Schulen. Sollten die Projekte dann doch weitergehen, werden viele Träger Probleme bekommen, geeignetes Fachpersonal zu finden. Leidtragende sind neben den Mitarbeitern vor allem die Schülerinnen und Schüler.“ 

Homann hatte sich in den letzte Monaten sowohl auf Kreis- als auch auf Landesebene für den Ausbau der Schulsozialarbeit eingesetzt. Er fordert eine nahtlose Weiterführung der sachsenweit 139  Projekte, die bislang mit ESF-Geldern gefördert werden. „Dazu muss der Freistaat genug Geld für eine Zwischenlösung lockermachen, damit keine Schule hinten runterfällt.“

Hintergrund: 
 
Aussage von Sozialministerin Christine Clauß bezugnehmend auf das Programm „Sozialpädagogische Vorhaben zur Kompetenzentwicklung von Schülerinnen“  am 12. März im Plenum des Sächsischen Landtages: „Auch zukünftig sehe ich hier einen Schwerpunkt. Um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, besteht die Möglichkeit der Verlängerung der Vorhaben bis Ende dieses Jahres. Dies gilt für Koordinierungsstellen und für die Umsetzungsprojekte auf Antrag."

 

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