SPD-Ortsverein feiert 140 Jahre

Ortsverein

Wir sind 140 Jahre alt! Am Samstag, dem 2. März 2013, feierte unser Ortsverein dieses Jubiläum an historischer Gründungsstätte, der Alten Mensa in der Freiberger Petersstraße. Hier wurde die SPD Freiberg am 1. März 1873 aus der Taufe gehoben, als das Gebäude noch ein Gasthof mit Namen „Schwarzes Ross“ war.
Persönliche Grußworte, für die wir uns nochmals bedanken möchten, erhielten wir von dem sächsischen SPD-Chef Martin Dulig, dem Vorsitzenden der SPD Mittelsachsen Henning Homann, dem Oberbürgermeister der Stadt Freiberg Bernd-Erwin Schramm, dem Vorsitzenden des DGB-Kreisverbandes Mittelsachsen Lutz Richter und der Vorsitzenden des AWO-Kreisverbandes Petra Eckert-Hänig. Natürlich hätten wir uns auch über Parteiprominenz aus Berlin gefreut, doch ist ihr Terminkalender in diesem Jahr besonders straff. ...

„Eine solche Veranstaltung hat es so noch nie gegeben“, begrüßte unser Ortsvereinsvorsitzender Gert Dombdera alle Anwesenden. „Noch nie hat in Freiberg eine Partei ihren 140. Jahrestag feiern können. Und das in einer Stadt, die sich bekanntermaßen mit Jubiläen wunderbar auskennt.“
Martin Dulig ging in seinen Worten auf die Geschichte der SPD im Allgemeinen ein. Immerhin feiert die Bundespartei in diesem Jahr ihren 150. Geburtstag. „Man darf nicht vergessen, dass damals die SPD für ihre Mitglieder mehr war als nur eine Partei“, sagte er. „Sie war Gemeinschaft, Kultur und Familie.“ Die Partei war die führende Kraft der ersten Demokratie in Deutschland. Und nicht zu vergessen: „Die Zahl der sächsischen SPD Ministerpräsidenten ist immer noch höher als die anderer Parteien.“ Neben dem großen Wirken Willy Brandts sei es vor allem die Rede von Otto Wels vor dem Reichstag 1933, die immer wieder Bewunderung und Respekt abnötige. Damals hatte Wels für die Sozialdemokraten gesprochen, die als einzige Kraft nicht dem Ermächtigungsgesetz für Hitler zustimmten, und dies unter direkter Lebensgefahr.
Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm antwortete auf Gert Dombderas einleitende Worte mit der Replik: „Wenn Sie sagen, dass sich Freiberg mit Jubiläen so gut auskenne, dann, denke ich, hätten Sie eigentlich heute schon 150 Jahre hinkriegen sollen.“ Doch war es ihm vor allem wichtig, auf die Arbeit der Partei in der Stadt seit der politischen Wende einzugehen. „Die Stadtratsmitglieder der SPD sind kritische, aber verlässliche Partner“, sagte er und wandte sich dann an unsere Bundestagskandidatin. „Vor diesem Hintergrund sehe ich die Nominierung von Simone Raatz. Ich bin mir sicher, sie wird eine gute Vertreterin Freibergs und Mittelsachsens in Berlin sein.“
Henning Homann geriet nach so vielen guten Reden in die Situation, dass schon fast alles gesagt sei und er deswegen seine vorbereiteten Worte vergessen könne. Also nahm er unvorbereitete. „Solch ein Tag ist auch eine Gelegenheit, zurückzuschauen, zu überprüfen“, rief er. „Es muss heutzutage mehr denn je darum gehen, unsere Haltungen und Ideale in die Praxis umzusetzen. Wir leben in einer Zeit der Entscheidungen. Wohin wollen wir gehen?“ Das sei die entscheidende Frage, die klar und für alle verständlich zu beantworten sei.
In zwei Referaten schilderten dann zunächst Reiner Hoffmann die Anfänge der Freiberger SPD bis 1946, und danach der ehemalige Ortsvereinsvorsitzende Johannes Pfeiffer die Geschicke seit 1989. Bei Häppchen und Getränken klang dann die Feierstunde aus.



SPD Freiberg
 
 

 

 


Die SPD Freiberg am Neckar in Baden-Wüttenberg

 

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